Ellen White betrachtete die Sexualität innerhalb der Ehe als ein „Vorrecht der ehelichen Beziehung“ (
1MCP 218.3), warnte jedoch eindringlich davor, dass „sexuelle Ausschweifungen“ (
1MCP 223.5) sowohl die körperliche Gesundheit als auch das geistliche Leben zerstören können. Sie betonte, dass die geschlechtliche Gemeinschaft stets von Vernunft und Selbstbeherrschung geleitet sein muss.
Obwohl Ellen White in einer Ära lebte, in der man öffentlich nur mit großer Zurückhaltung über Sexualität sprach (1MCP), gab sie klare Anweisungen für das Privatleben. Sie lehrte, dass der Ehebund heilig ist, aber oft missbraucht wird, um „Lasterhaftigkeit jeder Beschreibung“ (
PH048 21.3) zu decken. Sie warnte davor, dass viele Ehepaare ihre „Lebenskraft auf dem Altar der Lust opfern“ (
3MR 364.2), was das gesamte Wesen erniedrigt und es der Seele unmöglich macht, geistliche Wahrheiten aufzunehmen.
Ein zentraler Punkt ihrer Beratung war die Warnung vor Maßlosigkeit. Sie erklärte, dass „sexuelle Ausschweifung die Liebe zu Andachtsübungen wirksam zerstören wird“ (
1MCP 224.2) und dem Gehirn die Kraft entzieht, die es zur Stärkung des gesamten Systems benötigt. Wahre, heilige Liebe führt eine Ehefrau nicht dazu, die „tierischen Neigungen ihres Mannes auf Kosten von Gesundheit und Leben zu befriedigen“ (
1MCP 223.5). Wenn die tierischen Triebe die Oberhand über die edleren Fähigkeiten gewinnen, wird der Mensch unter die Ebene der Schöpfung erniedrigt (
T18 173.2).
Für junge Menschen sah sie in der Sinnlichkeit eine der ruinösesten Gefahren. Sie schrieb, dass „wenige Versuchungen für junge Männer gefährlicher oder fataler sind als die Versuchung zur Sinnlichkeit“ (
1MCP 231.2). Sie beobachtete mit Sorge, dass viele Jugendliche durch „blinde Leidenschaft“ (
SA 51.1) in verfrühte Ehen getrieben werden, bevor sie über die nötige Reife oder ein gefestigtes Urteilsvermögen verfügen. Solche Verbindungen, die rein auf Leidenschaft basieren, bringen oft Schande und Leid statt des von Gott vorgesehenen Glücks (
ApM 7.1).
In der praktischen Anwendung bedeutet dies, dass Ehepartner darauf achten müssen, einander eine Hilfe und ein Segen zu sein. Ellen White riet dazu, die Kosten jeder „Ausschweifung in Unmäßigkeit und Sinnlichkeit“ (
4MR 379.3) zu bedenken, da diese die Liebe nicht vertiefen, sondern den Charakter und sogar die nachfolgenden Generationen negativ beeinflussen können. Das Ziel sollte sein, die gottgegebenen Kräfte in „Heiligung und Ehre“ (
T18 173.2) zu bewahren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sexualität in den Schriften von Ellen White als ein heiliges Element der Ehe anerkannt wird, das jedoch strenger Selbstbeherrschung und geistlichen Prinzipien untergeordnet sein muss, um nicht zur Quelle von Krankheit und geistlichem Verfall zu werden.
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