Insights from Ellen G. White's Writings
In den Schriften von Ellen White wird deutlich betont, dass der Zehnte als ein heiliger Fonds betrachtet werden muss, der primär für die Unterstützung der Prediger und die Verkündigung des Evangeliums reserviert ist. Sie warnt davor, diese Mittel für allgemeine kirchliche Zwecke oder administrative Ausgaben zu verwenden, die nicht direkt mit der geistlichen Arbeit der Missionare und Prediger zusammenhängen. Der Zehnte sollte dazu dienen, den „lebendigen Prediger“ auszusenden, um die Heilige Schrift denen zu erklären, die in geistlicher Dunkelheit leben (MYP 308). Es gab jedoch Zeiten, in denen der Zehnte zweckentfremdet wurde, insbesondere wenn sich Mittel ansammelten und die missionarische Aktivität gering war. Ellen White kritisierte diese Praxis scharf und betonte, dass die Verantwortlichen ein geheiligtes Urteilsvermögen besitzen müssten, um zu verstehen, wie diese Mittel korrekt zuzuweisen sind (SpTA10 16.3). Sie stellte klar, dass Prediger ein Anrecht auf ihren Lohn haben, genau wie die Arbeiter in den Verlagshäusern, und dass es ein Raub an Gott sei, wenn diese Mittel für andere Zwecke abgezogen werden, während Prediger ohne Bezahlung arbeiten (PH157 1.2).
Bezüglich der Finanzierung von Verwaltungsaufgaben, wie der Instandhaltung von Kirchengebäuden oder anderen weltlichen Notwendigkeiten des Gemeindehauses, lehrte sie, dass diese Kosten nicht aus dem Zehnten bestritten werden dürfen (Echoes June 21, 1905, par. 2). Stattdessen sollten solche Ausgaben durch Gaben und Opfer der Gemeindeglieder gedeckt werden. Die Verwendung des Zehnten für „zeitliche Angelegenheiten“ oder die Bereitstellung von Annehmlichkeiten für die Gemeinde wurde als eine Fehlleitung von Ressourcen betrachtet, die eigentlich für die Unterstützung der Diener Gottes in neuen und bestehenden Feldern vorgesehen waren (13MR 282.1). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwaltungskosten, Mieten und Gehälter für nicht-pastorale Mitarbeiter durch separate Mittel – wie freiwillige Gaben und Opfer – finanziert werden sollten, um die Heiligkeit des Zehnten zu bewahren (PH157 7).
Ellen White rief die Gläubigen dazu auf, Selbstverleugnung zu üben und ihren Lebensstil einzuschränken, um sicherzustellen, dass das Haus Gottes genügend Mittel für seine eigentliche missionarische Aufgabe hat, ohne den Zehnten für allgemeine Betriebskosten zu missbrauchen (PH157 7.2).
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